Verkehrsführung in Oberlahnstein

Veröffentlicht am 03.07.2026 in Mobilität

Der Stadtrat der Stadt Lahnstein hat in seiner Sitzung vom 25. Juni eine Entscheidung zur Verkehrsführung in Oberlahnstein getroffen.

Vorausgegangen war ein langer Rechtsstreit zwischen den antragstellenden Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen und der Stadtverwaltung über die Frage, ob es sich bei der sogenannten Ringlösung um eine stadtentwicklungsrelevante und damit zustimmungspflichtige Entscheidung handelt. Die antragstellenden Fraktionen sind weiterhin der festen Überzeugung, dass es sich hierbei nicht um eine bloße Gefahrenabwehrmaßnahme der Verkehrsbehörde handelt und die Verwaltung deshalb nicht berechtigt war, die geänderte Fahrtrichtung in der Adolfstraße über die Hochbrückensperrung hinaus anzuordnen.

Die SPD-Fraktion begrüßt deshalb ausdrücklich, dass der Stadtrat nun - gegen die Stimme des Oberbürgermeisters - beschlossen hat, dass die Entscheidungsbefugnis in dieser Frage beim Stadtrat liegt.

Ebenso wichtig ist aus Sicht der SPD, dass die vom Stadtrat auf Antrag der SPDFraktion einstimmig beschlossene Weiterentwicklung des Mobilitätsentwicklungskonzeptes unter umfassender Bürgerbeteiligung und unter Hinzuziehung von Experten erfolgen soll, um die Verkehrssituation in Oberlahnstein zu bewerten und weiterzuentwickeln. Maßstab müssen dabei die bereits beschlossenen Ziele des Mobilitätsentwicklungskonzeptes sein: die Sicherung der Erreichbarkeit, die bessere Vernetzung der Verkehre, mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, die Einbindung neuer Mobilitätsformen, die Reduktion von Emissionen und eine höhere Verkehrssicherheit.

Nicht zugestimmt hat die SPD-Fraktion dem mehrheitlich im Hauptausschuss formulierten Beschlussvorschlag, die Fahrtrichtung der Adolfstraße bereits zum jetzigen Zeitpunkt festzulegen und alle weiteren Planungen darauf aufzubauen. Die SPD war dabei nicht gegen eine Lösung, sondern gegen eine Vorfestlegung zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht alle Optionen mit ihren Vor- und Nachteilen umfassend geprüft und

bewertet worden sind. Erst auf Grundlage eines schlüssigen Verkehrskonzeptes sollte der Rat über die künftige Fahrtrichtung der Adolfstraße entscheiden.

Die Mehrheit des Rates sah dies anders. Die SPD bedauert dies und hofft nun, dass die Weiterentwicklung des Mobilitätsentwicklungskonzeptes durch die Verwaltung zügig umgesetzt wird. Denn aus Sicht der SPD besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf.

SPD-Stadtrat Herbert Fuß betont, dass die zahlreichen gefährlichen Verkehrssituationen in der Stadt schnellstmöglich beseitigt werden müssen. Sie sind aus Sicht der SPD sowohl Folge der teilweise rechtswidrigen Verkehrsführung als auch mangelhafter verkehrstechnischer Anordnungen. Weil diese für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer oft nicht nachvollziehbar sind, entstehen zusätzliche Unsicherheiten und erhöhte Risiken im Straßenverkehr.

 

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