SPD Fraktion beantragt Wildschwein-Aktionsplan für Lahnstein
Verwaltung soll regelmäßig über Maßnahmen gegen Wildschweinschäden informieren
Die SPD-Fraktion im Lahnsteiner Stadtrat beantragt die Entwicklung eines Wildschwein-Aktionsplans und eine regelmäßige Information des Haupt- und Finanzausschusses. Künftig soll die Verwaltung regelmäßig über die Entwicklung der Wildschweinproblematik sowie über die Umsetzung und Planung von Maßnahmen zur Reduzierung der Schäden berichten.

Die zunehmende Präsenz von Wildschweinen beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger in Lahnstein seit längerer Zeit. Insbesondere am Allerheiligenberg und in weiteren Teilen Niederlahnsteins kommt es immer wieder zu erheblichen Schäden an Gärten, Grünflächen und Grundstücken. Auch Begegnungen mit Wildschweinen im unmittelbaren Wohnumfeld werden berichtet. Inzwischen betrifft die Problematik weitere Bereiche des Stadtgebiets.
Die Stadtverwaltung hat zuletzt im März 2026 bereits verschiedene Maßnahmen und Möglichkeiten zur Prävention dargestellt. Dazu gehören unter anderem die jährlich stattfindenden Bewegungsjagden, Sondergenehmigungen zur Bejagung in siedlungsnahen Bereichen sowie die Pflege städtischer Grünflächen. Gleichzeitig bestehen innerhalb bebauter Bereiche aus Sicherheitsgründen und aufgrund rechtlicher Vorgaben enge Grenzen für die Bejagung. Inzwischen wurde daher innerhalb der Verwaltung eine Taskforce eingerichtet, in deren Arbeit auch Hinweise aus der Bürgerschaft einfließen sollen.
„Die Einrichtung der Taskforce ist ein sinnvoller Schritt. Jetzt müssen die verschiedenen Maßnahmen zusammengeführt und aufeinander abgestimmt werden, um möglichst schnell Verbesserungen zu erreichen“, erklären die SPD-Ortsvorsitzenden Judith Ulrich und Jochen Sachsenhauser. „Da die Taskforce innerhalb der Verwaltung arbeitet, ist es aus unserer Sicht wichtig, dass auch die städtischen Gremien regelmäßig über ihre Arbeit und die weiteren Maßnahmen informiert werden. Mit einem Aktionsplan wollen wir erreichen, dass Zuständigkeiten und konkrete Handlungsschritte klar festgelegt sind und die Maßnahmen regelmäßig überprüft werden.“
Der Aktionsplan soll Zuständigkeiten, konkrete Handlungsschritte und, soweit möglich, zeitliche Perspektiven enthalten und anschließend im Haupt- und Finanzausschuss beraten werden.
Die regelmäßige Information soll insbesondere die Entwicklung der Schäden sowie die seit dem letzten Bericht durchgeführten und geplanten Maßnahmen darstellen. Weitere Punkte sind die Bejagung einschließlich der durchgeführten Bewegungsjagden und der Entwicklung der Abschusszahlen, die Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern, dem Forst und den zuständigen Jagdbehörden sowie die Pflege städtischer Grünflächen und die Verringerung von Rückzugs- und Nahrungsmöglichkeiten. Auch die mit den Maßnahmen verbundenen Kosten sollen den städtischen Gremien transparent dargestellt werden.
„Wir wollen einen regelmäßigen Überblick darüber, was konkret gegen die Wildschweinschäden unternommen wird und wie sich die Situation entwickelt“, sagt Perry Metten-Golly, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD Lahnstein. „Eine regelmäßige Information im Haupt- und Finanzausschuss verbessert die Transparenz und ermöglicht es, bei Bedarf weitere Maßnahmen zu beraten.“
Die SPD-Fraktion beantragt daher, den Haupt- und Finanzausschuss künftig regelmäßig über den Sachstand und die Maßnahmen gegen Wildschweinschäden zu informieren.